Aue-Wingeshausen

Auf einer Höhenlage von 435 bis 700 m über NN liegen die Dörfer Aue und Wingeshausen am Südhang des Rothaargebirges. Zwischen den beiden Dörfern liegt "Müsse". Müsse ist kein eigenständiges Dorf und daher politisch den Ortschaften Aue und Wingeshausen zugeteilt.

 

Aue liegt im Edertal und Wingeshausen in einem Seitental der Eder.

 

Wingeshausen tangiert im Norden den Rothaarkamm auf einer Länge von 15 km und ist mit seinen vielen Wanderwegen zum Rothaarsteig bestens zum Erkunden ausgeschildert. Außerdem bildet der Rothaarkamm die Wasserscheide zwischen Rhein und Weser.

 

 

Geologische Besonderheiten:

Als geologische Besonderheit steht im Raum Aue-Wingeshausen ein Quarzkeratophyrtuff der oberen Ems-Stufe an. Diese Gesteinsformation entstand im Unterdevon vor ca. 380 Mio. Jahren. Der aufgelassene Steinbruch am Kapplerstein, welcher heute als Kletterfelsen genutzt wird, besteht aus diesem Gestein.

 

 

Naturkundliche Besonderheiten:

Zahlreiche noch erhaltene Urkunden weisen auf Eisenerzabbau seit dem 18. Jahrhundert hin, der aber offensichtlich nie wirtschaftlich betrieben werden konnte.

 

Geschichtliche Besonderheiten:

Die Errichtung der Wallburg bei Aue wird aufgrund von untersuchten Ausgrabungen auf eine Zeit um 700/600 Jahre vor Christus geschätzt. (Latènezeit)

 

Die erste, heute noch existente, urkundliche Erwähnung Wingeshausens stammt aus dem Jahre 1332. Es gibt allerdings Hinweise, dass die erste Kirche in Wingeshausen bereits im Jahre 1099 errichtet wurde.

 

Aue und  Wingeshausen bei Wikipedia